Tagestipps

Dienstag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Physik - Die Matrix des Universums Moderation: Robert Czepel Mit den Physiknobelpreisen wurden drei Forscher ausgezeichnet, die für grundlegende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Kosmologie gesorgt haben. Der Kanadier James Peebles klärte auf, wie sich der Kosmos seit dem Urknall verändert hat. Die überraschende Antwort: Nach 13,8 Milliarden Jahren bestehen nur 5 Prozent des Universums aus normaler Materie, wie wir sie kennen. Der große Rest sind Dunkle Materie und Energie, deren physikalische Zusammensetzung allerdings noch nicht geklärt ist. Immerhin zählt das kosmische Objekt, für deren Entdeckungen die beiden Schweizer Michel Mayor und Didier Queloz prämiert wurden, zur bekannten materiellen Matrix des Universums: 1995 stöberten sie den ersten Exoplaneten auf. Einen Planeten, der um einen Stern wie unsere Sonne kreist. Mehr als 4.000 weitere haben die Astronomen bis heute entdeckt, noch ist keine zweite Erde darunter. Ob eine solche existiert und gefunden werden kann, ist eine der zentralen Fragen in der aktuellen Astronomie und Astrophysik.

Dienstag 20:04 Uhr WDR3

ARD Radiofestival. Konzert

Tage Alter Musik in Herne 2019 "Tod und Verklärung" Sandrine Piau, Sopran; Carlo Vistoli, Countertenor; Raffaele Giordani, Tenor; Salvo Vitale, Bass; Coro e Orchestra Ghislieri, Leitung: Giulio Prandi Niccolò Jommelli: Requiem Es-Dur Aufnahme vom 17. November 2019 aus der Kreuzkirche Anschließend: "Recitar cantando - Recitar suonando" Ensemble Arte Musica, Cembalo und Leitung: Francesco Cera Girolamo Frescobaldi: Canzonen, Partiten, Sonaten und Capricci Sigismondo D"India: Madrigale Aufnahme vom 16. November 2019 aus der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Dienstag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Father John Misty (1/2) Mit bürgerlichem Namen heißt er Joshua Tillman, der amerikanische Musiker hat schon in etlichen Bands gespielt. Als ein wenig verschroben gilt der Mann; aber feststeht: Er ist sehr fleißig und umtriebig. Unter anderem war er mal bei Fleet Foxes dabei, aber auch bei einer Metalcore-Band. Mit seinem Solo-Projekt Father John Misty hat er schon mehrere von der Kritik gelobte Alben veröffentlicht. Wir haben für Sie den Mitschnitt seines Konzerts beim Les Docks in Lausanne 2018.

Dienstag 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

magazin Extra: Heimweh nach Verlorenem - Franz Hessel und der Schock der Moderne Von Thomas Zenke Regie: Der Autor Mit Susanne Barth, Thomas Lang, Jürg Löw Produktion: Deutschlandfunk 2001 "Wir Fatalisten des Zufalls glauben geradezu: Suchet nicht, so werdet ihr finden. Nur was uns anschaut, sehen wir. Wir können nur -, wofür wir nichts können." (Franz Hessel) In Erinnerung geblieben ist Franz Hessel vor allem als Verfasser eleganter Feuilletons, der z.B. in "Spazieren in Berlin" dem alten Berliner Westen ein Denkmal gesetzt hat. "Nur was uns anschaut, sehen wir" - hinter der Devise des melancholischen Flaneurs steckt ein komplexes philosophisches Programm. Sein Freund Walter Benjamin erkannte in Hessels Schreiben den Ausdruck eines Epochenumbruchs. Nur ein Mann wie Franz Hessel, so Benjamin, "in dem das Neue sich, wenn auch still, so sehr deutlich ankündigt, kann einen so originalen, so frühen Blick auf dies eben erst Alte tun". Franz Hessel, 1880 in Stettin als Sohn eines Bankiers geboren, wuchs in Berlin auf. 1906 - 1914 lebte er in Paris, arbeitete ab den zwanziger Jahren als Lektor bei Rowohlt in Berlin, übersetzte gemeinsam mit seinem Freund Walter Benjamin Prousts "Recherche". 1938 verließ er Deutschland, wurde 1940 in Frankreich interniert und starb nach einem im Lager erlittenen Schlaganfall 1941 in Sanary-sur-Mer.

Dienstag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Jazz Live

Cologne Duets Loren Stillman & Pablo Held Loren Stillman, Altsaxofon Pablo Held, Klavier Aufnahme vom 17.5.2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer Seit einigen Monaten ist der New Yorker Saxofonist Loren Stillman in Köln zu Hause. Mit dem renommierten Pianisten Pablo Held verbindet ihn eine lange Bekanntschaft. Im Deutschlandfunk Kammermusiksaal aber spielten die beiden erstmals im Duo zusammen. Loren Stillman sorgte schon als Teenager für Aufsehen: Mit 16 gewann er mehrere Preise und veröffentlichte seine Debütplatte. Zusammenarbeiten mit Größen wie John Abercrombie und Charlie Haden festigten seinen exzellenten Ruf. Als er 2019 nach Köln zog, hatte er ursprünglich nur ein Auslandsjahr im Sinn. Inzwischen sieht er sich längerfristig am Rhein und war bis vor den Corona-Beschränkungen aktiver Teil der dortigen Jazzszene. Mit dem Kölner Meisterpianisten Pablo Held hatte er mehrfach zusammengespielt - aber noch nie im Du o. Ihre kammermusikalischen Ausleuchtungen eigener Kompositionen funkelten vor Wärme und Ideenreichtum. Die Reihe "Cologne Duets" entstand in Reaktion auf die Corona-Krise: Sie dokumentiert Duos Kölner Musikerinnen und Musiker mit Aufnahmen, die live, aber ohne Publikum, eingespielt wurden. Die nächste "Cologne Duets" Aufnahme folgt in "Jazz Live" am 1.9.2020 mit Shannon Barnett, Posaune, und David Helm, Kontrabass. Loren Stillman & Pablo Held

Dienstag 22:30 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Radiofestival 2020. Das Gespräch: Der Literaturwissenschaftler Jan Konst befragt von Barbara Renno

Sein erzählendes Sachbuch "Der Wintergarten" war ein Überraschungserfolg in seiner Heimat, den Niederlanden. Jan Konst, in Berlin lebender Professor für Niederlandistik, beschreibt darin bis in die Gegenwart rund 150 Jahre seiner sächsischen Schwiegerfamilie. Beim Schreiben war es ihm besonders wichtig, die Balance zwischen dem Alltagsleben einer deutsch-deutschen Durchschnittsfamilie und der großen Zeitgeschichte zu halten - und den richtigen Ton zu treffen. So ganz nebenbei gelingt Jan Konst auch noch der Blick auf die de utsch-niederländischen Beziehungen nach Wende und Wiedervereinigung. Das Gespräch steht anschließend unter www.ardradiofestival.de zum Download zur Verfügung.

Dienstag 23:00 Uhr Bremen Zwei

ARD Radiofestival: Lesung - Jochen Schimmang: "Heimkehr eines Badegastes"

Eine Erzählung exklusiv für die ARD Kulturprogramme (Produktion: Radio Bremen 2020) Immer wieder zieht es ihn nach Belgien, an die See, nach Ostende. Der reizarme Ort am Meer ist sein Königsversteck. Schon diese Reise wird zum Ritual, mit all den Zufallsbegegnungen und dem sich wandelnden Ausblick hinter dem Zugfenster. Wer aber ist dieser Mann? Und was zieht ihn hierher? Roman- und Hörspielautor Jochen Schimmang schickt uns gemeinsam mit seinem rätselhaften Helden auf eine Reise voller Zeichen und Erinnerungen, deren Zielpunkt lange offenbleibt. Die Kulturprogramme der ARD haben 40 Autor*innen gebeten, eine Erzählung zum Thema "Reisen" für das ARD Radiofestival zu schreiben.

Dienstag 23:30 Uhr MDR KULTUR

Jazz

Beneath the Surface - Die Bassistin Lisa Wulff Mit Felix Tenbaum Die junge Bassistin Lisa Wulff gehört auf ihrem Instrument zu den gefragten Künstler*innen der internationalen Szene. Auf ihr charismatisches Spiel vertrauen Jazzgrößen wie Rolf Kühn, Rita Marcotulli oder Nils Landgren. 2019 erhielt Wulff den renommierten Hamburger Jazzpreis. Mit drei hervorragenden Gastmusikern - den beiden Pianisten Frank Chastenier und Yannis Anft und Miroslava Stareychinska (Harfe) - und ihren langjährigen Weggefährten Adrian Hanack (Saxofon) und Silvan Strauß (Drums) hat Lisa Wulff mit "Beneath the Surface" ein Album voller persönlicher Eindrücke vorgelegt.

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