Tagestipps im Radio

Tagestipps

Samstag 19:00 Uhr HR2

Live Jazz

Markus Stockhausen and Friends | Markus Stockhausen, tp. flh, elt | Jeroen Van Vliet, p, syn, elt | Sebastian Gramss, b | Christian Thomé, dr, perc | Niaque | Stefan Karl Schmid, ts, ss | Philipp Brämswig, eg | Stefan Schönegg, db | Fabian Arends, dr, perc | jazzahead! - Musikmesse & Festival digital 2021, ÖVB Arena, Bremen, April 2021

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Good Vibrations Movement Von Christoph Goldmann Wiederholung: WDR 5 So. 17.04 Uhr Mit gutem Sound gegen das Schlechte der Welt Regie: Matthias Kapohl Produktion: WDR 2021

Samstag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Der blonde Affe Nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Janwillem van de Wetering Aus dem Englischen von Hubert Deymann Mit: Christian Brückner, Hans-Peter Hallwachs, Wolfgang Büttner, Charles Wirths, Matthias Ponnier, Monica Bleibtreu u. v. a. Musik: Gerd Husemann, Hermann Mutschler Hörspielbearbeitung und Regie: Peter Michel Ladiges (Produktion: SWF/WDR 1984) Elaine Carnet, eine Möbelfabrikantin, ist die Treppe hinuntergefallen und hat sich das Genick gebrochen - oder wurde sie gestoßen? Der höhnische Gesichtsausdruck der Toten lässt den Commissaris und seine Mitarbeiter von der Amsterdamer Mordkommission an ein Verbrechen denken, zumal es an Motiven nicht fehlt. Noch verdächtiger als ihr Geschäftspartner ist ihr Ex-Geliebter (Christian Brückner), den alle nur den "blonden Affen" nennen. Er lebt einsam auf einem Hausboot und verhält sich äußerst merkwürdig. Und dann ist da noch Francesco Pullini, ein Italiener, dem Elaine 80.000 Gulden schuldet.

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

1/2: «Das grosse Heft» von Ágota Kristóf Literarisches Hörspiel nach der ungarisch-schweizerischen Schriftstellerin Ágota Kristóf. Zwei unzertrennliche Brüder stählen sich in grausamen Zeiten gegen den Rest der Welt - durch unbedingten Zusammenhalt und die Kraft der Sprache.

Samstag 22:00 Uhr Bremen Zwei

Sounds in concert: Musikfest Bremen: Becca Stevens

Becca Stevens ist eine Frau mit einem weiten Horizont. Als Sängerin, Songwriterin und Instrumentalistin bewegt sie sich irgendwo zwischen Folk, Jazz, Pop und Roots-Stilistiken. Damit entzieht sie sich einer leicht vermarktbaren Einordnung. Doch die US-Amerikanerin, die Anfang September erneut beim Musikfest Bremen auftrat, genießt die Möglichkeiten kreativer Freiheit.

Samstag 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Jazztime

The Divine - Die Sängerin Sarah Vaughan Von Bert Noglik Was den Stimmumfang und das Ausdrucksspektrum anbelangt, so konnte es Sarah Vaughan mit jeder Opernsängerin aufnehmen. Mehr noch: Sie brachte überdies die Erfahrung der schwarzen Kirche ein und schulte ihren Gesang in der Zusammenarbeit mit Instrumentalisten des Bebop wie Dizzy Gillespie oder Charlie Parker. Man bewunderte ihre Flexibilität im Dialog mit Jazzmusikern wie Clifford Brown und verehrte sie als Pop-Ikone. "The Divine", die Göttliche, wie sie von ihren Fans genannt wurde, vermochte mit ihrer andächtigen Stimme zu verzaubern, aber auch mit frechen Vokalattacken zu faszinieren.

Samstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 Ohne Limit

Damals im Garten Hörspiel von Jürgen Becker Mit: Gudrun Ritter und Tatja Seibt Regie: Gaby Hartel (Produktion: SWR 2021) Berta und Johanna erinnern sich: An die Familie, den Garten und die kalten, harten Tage nach dem Krieg. Berta sucht Hilfe bei Ihren Fotoalben, Johanna möchte die Bilder am liebsten gar nicht sehen. Im Erinnerungsdialog der Schwestern mischen sich individuelle Rückschau und kollektive Erfahrung. Autor Jürgen Becker greift Themen auf, die schon vielfach beschäftigten: Das Verhältnis von Bild und Sprache, die Konstruktion und Re-Konstruktion von Wirklichkeit, die Frage, was Erinnerung und Identitätsfindung ausmacht. Ein Spannungsverhältnis, das sich für Becker immer auch in der Sprache selbst und im Erzählen festmacht.

Samstag 23:05 Uhr Deutschlandfunk

Lange Nacht

Nicht zu früh an die Kamera denken! Eine Lange Nacht über Stanley Kubrick Von Rainer Praetorius Regie: Fabian von Freier (Wdh. v. 2./3.3.2019) "Ich habe Angst, Dave!", "Das hier bin ich, Alex, und meine drei Droogs." Zwei Sätze - und schon startet in vielen Köpfen das Kino des Regisseurs Stanley Kubrick (1928 -1999). Der erste Satz stammt von einem Computer, der um sein Leben fürchtet. Die andere zitierte Filmfigur ist ein jugendlicher Schläger, der erst Täter und dann Opfer wird. Doch es ist nicht in erster Linie die menschliche Sprache, die Kubricks Kinowelt ausmacht. Kaum einem anderen Regisseur ist es so gelungen, Bild und Musik zu einer vollständigen Einheit zu verschmelzen. Kubricks Perfektionismus ist berühmt-berüchtigt. Viele hielten dieses Streben nach Vollkommenheit für überzogen. Kubrick-Fans sind dem Regisseur von Filmen wie "2001: Odyssee im Weltraum", "Uhrwerk Orange" und "Shining" bis heute dankbar, dass er nicht davor zurückschreckte, ein Filmhandwerk zu praktizieren, das so konsequent gründlich war. In der griechischen Mythologie schwang sich Ikarus mithilfe einer Flügelkonstruktion aus Vogelfedern in den Himmel. Die Federn waren durch Wachs verbunden. Als er immer höher stieg und der Sonne zu nahe kam, schmolz das Wachs. Ikarus stürzte ab. "Versuche nicht, zu hoch zu fliegen!", lautet die gängige Moral dieser Geschichte. Zwei Jahre vor seinem Tod zog Stanley Kubrick eine ganz andere Erkenntnis aus dem alten Mythos. In einer letzten öffentlichen Video-Ansprache erklärte er: "Vergesst Wachs und Federn. Baut bessere Flügel!"

Samstag 23:15 Uhr Ö1

Die Ö1 Jazznacht

Duo Sigmun im Studio und im Wiener KlangTheater Der aus Oberösterreich stammende Violinist Florian Sighartner und der 2015 aus seiner Heimat Barcelona zum Studium nach Linz übersiedelte, inzwischen ebenfalls in Wien lebende Cellist Carles Muñoz Camarero sind in einer Vielzahl von Bands aktiv, in nicht wenigen davon Seite an Seite: So finden sich Sighartner/Camarero gemeinsam im "Freak-Folk-Trio" Billy Johnny, in Judith Ferstls Quartett June in October sowie im Quintett von Schlagzeuger Sebastian Simsa wieder. Und offenbar interagiert diese Achse derart geschmeidig, dass der Violinist und der Cellist ihre Zusammenarbeit neuerdings auch im Duo Sigmun fortführen. Eine gute Entscheidung, wie das 2021 veröffentlichte CD-Debüt "Hopeful Tears" beweist: Mit kammermusikalischer Sensibilität, immer wieder aber auch expressiv und druckvoll, entfaltet sich der stilistisch entgrenzte Horizont der beiden seelenverwandten Saitenmeister. Klassische Kantilenen, volksmusikalische Rhythmen, Inspirationen aus Iberien, Nahost und Indien, all das gerinnt hier zu kontrast- und überraschungsreichen klingenden Gestalten, für die letzten Endes nur eine Rubrik als passend erscheint: Sigmun. Katharina Osztovics plaudert mit Florian Sighartner und Carles Muñoz Camarero und präsentiert das Konzert, das die beiden am 24. September 2021 in der Reihe "5 Millionen Pesos" im KlangTheater des Wiener RadioKulturhauses gegeben haben. Gestaltung: Katharina Osztovics

Sonntag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Höömii The Voice of the Wind Von Alfredo Ardia Kehlkopfgesang: Baatar Suren Chadraabal, Tserendavaa Dashdirj, Sengedorj Nanjid Stimme: Tserendavaa Dashdirj, Sengedorj Nanjid Übersetzung: Khaliun Gankhuyang Begleitung und Übersetzung vor Ort: Huandag Bija, Marima Kuoreli Ton und Technik: SeaM (Studio für elektroakustische Musik) Produktion: Autorenproduktion 2020 Länge: 49"33 (Ursendung) Der Klangkünstler und Musiker Alfredo Ardia begibt sich auf die Spuren der mongolischen Gesangstradition "Höömii", die stark von Naturgeräuschen geprägt ist. Klangkomposition über eine besondere Form der akustischen Mimikry. Die mongolische Gesangstradition "Höömii" basiert auf dem genauen Hinhören. Die Entstehungsgeschichte erzählt von Nomaden, die in der Steppe ihrer Umgebung lauschten und Naturgeräusche imitierten. Tierstimmen, Wind und Fluss. Der traditionelle Kehlkopfgesang offenbart bis heute die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur. Auf den Spuren der Gesangskunst ist der Klangkünstler und Musiker Alfredo Ardia von Ulan Bator bis in die abgelegenen Regionen im Westen des Landes gereist. Er sprach mit Sängern und Lehrern über "Höömii" und darüber, wie sich gesellschaftliche Veränderungen auf den Gesang, das Land und traditionelle Lebensweisen, etwa das Nomadentum, auswirken. Alfredo Ardia, geboren 1989 im Süden Italiens, lebt heute als Künstler und Musiker in Köln. Seine Arbeiten sind meist von seiner Umwelt und von Naturgeräuschen inspiriert. Alfredo Ardia komponiert mit Feldaufnahmen, synthetischen Sounds, elektronischen Systemen und selbstgebauten Instrumenten. Seine künstlerische Arbeit umfasst Installationen, Skulpturen, Live-Performances, Sound-scapes sowie audiovisuelle und elektroakustische Kompositionen.

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