Hörspiele im Radio

Hörspiele

Samstag 13:00 Uhr Bermuda.funk

HÖRSPIELplatz

Einmal im Monat präsentiert die Hörspiel-Redaktion des bermuda.funks Hörspiele von anderen Freien Radios, Eigenproduktionen und Hörspiele aus der freien Hörspiel-Szene. Im Oktober, November, Dezember 2020 sendete der HÖRSPIELplatz zum 20-jährigen Geburtstag Hörspiele zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des bermuda.funks.

Samstag 14:00 Uhr Ö1

Ö1 Hörspiel

"Heroin". Hörspiel von Leonhard Koppelmann nach einer Idee von Sebastian Büttner. Mit Bodo Primus, Andreas Beck, Patrick Joswig, Sebastian Graf, Eva Verena Müller, Matthias Haase, Ludger Burmann, Tatjana Clasing u.a., Technik: Oliver Salkic und Dario Albiez. Dramaturgie: Natalie Szallies. Regie: Leonhard Koppelmann (WDR 2013) "Heroin, be the death of me", singt Lou Reed - Die Liste der Konsumenten und Opfer der Droge ist lang. Und ob Superstar oder kleiner Junkie, sie alle sind abhängig von einem Stoff, von dem man zunächst glaubte, er wäre ein wirkungsvolles Hustenmittel. Wuppertal-Elberfeld in Deutschland, Ende des 19. Jahrhunderts: Der 37-jährige Pharmakologe Heinrich Dreser soll den Elberfelder Bayerwerken - damals noch "Farbenfabriken" - zum Durchbruch im Pharmasektor verhelfen. Im August 1897 ist es so weit: "Heroin" wird geboren. Das neue Wundermittel gegen Husten erobert den Weltmarkt ...

Samstag 15:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Atlas Von Thomas Köck Mit Mai Duong Kieu, Dan Thy Nguyen, Stephan Grossmann, Thúy Nonnemann und Claudia Jahn Komposition: Janko Hanushevsky Regie: Heike Tauch MDR 2019 Eine deutsch-vietnamesische Migrationsgeschichte über drei Genrationen: Die Großmutter floh kurz nach dem Ende des Vietnamkriegs 1975 mit ihrem Kind aus Saigon auf die Flüchtlingsinsel Pulau Bidong. Sie gehören zu den "Boatpeople", auf der Überfahrt kenterte das Schiff, Mutter und Tochter wurden getrennt. Die Großmutter wurde schließlich als Kontingentflüchtling von der Insel gerettet und nach Westdeutschland gebracht. Nach einigen Jahren kehrte sie aus der BRD zurück nach Vietnam. Die Tochter hingegen ertrank entgegen der Annahme ihrer Mutter nicht und wuchs als Adoptivkind auf. Als junge Erwachsene bewarb sie sich als Vertragsarbeiterin und wurde in die DDR entsandt, die ab 1980 vietnamesische GastarbeiterInnen aufnahm. "Diese Perspektiven deutsch-vietnamesicher Geschichte im geteilten und wiedervereinigten Deutschland erweitern unseren Blick auf Lebensrealitäten, die bislang im öffentlichen Raum kaum Gehör gefunden haben. Mai Duong Kieu, Thúy Nonnemann, Claudia Jahn, Dan Thy Nguyen und Stephan Grossmann bereichern mit ihrem stimmlichen Handwerk und ihrer schauspielerischen Finesse den Text mit Bedeutungsebenen, die erst durch die vielfältigen Erlebenswelten der Sprecher:innen vollständig werden. Für diese großartige Leistung verbeugen wir uns vor diesem wunderbaren Ensemble." (Jurybegründung "Beste schauspielerische Leistung" 2021 des Deutschen Hörspielpreises der ARD, der erstmals für eine Ensemble-Leistung vergeben wurde) Atlas erhielt den Hörspielpreis der Kriegsblinden 2021. Thomas Köck, geb. 1986 in Steyr, Oberösterreich. Studium der Philosophie, Literaturwissenschaften und Szenisches Schreiben und Film in Wien und Berlin. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter Osnabrücker Dramatikerpreis 2014 für jenseits von fukuyama, Kleist-Förderpreis 2016 für paradies fluten (verirrte sinfonie) und Mülheimer Dramatikerpreis 2018 und 2019. Hörspiele u. a. Oskars Beschwerde beim Berliner Senat (RBB 2015), Jenseits von Fukuyama (WDR 2019).

Samstag 17:04 Uhr WDR5

Krimi am Samstag

Verdi, Würstchen und Verwirrung Von Maria Schüller und Cornelia Walter Krimi mit rheinischem Charme Komposition: Ulrich Biermann Helga Bloemke: Cornelia Walter Käthe Huppertz: Maria Franziska Schüller Frau Sauer: Samy Orfgen Hannes Kupitzky: Jochen Busse Kurt Drescher: Werner Kroj Rudolf Kowalski: Christian Krop Beate: Helga Bellinghausen Frau Wolff: Ursula Michelis Regie: Uwe Schareck Produktion: WDR 1994

Samstag 19:04 Uhr WDR5

WDR 5 KiRaKa. Radio für Kinder

Clevergirl Von Hartmut El Kurdi Regie: Petra Feldhoff Produktion: WDR 2021

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Good Vibrations Movement Von Christoph Goldmann Wiederholung: WDR 5 So. 17.04 Uhr Mit gutem Sound gegen das Schlechte der Welt Regie: Matthias Kapohl Produktion: WDR 2021

Samstag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Der blonde Affe Nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Janwillem van de Wetering Aus dem Englischen von Hubert Deymann Mit: Christian Brückner, Hans-Peter Hallwachs, Wolfgang Büttner, Charles Wirths, Matthias Ponnier, Monica Bleibtreu u. v. a. Musik: Gerd Husemann, Hermann Mutschler Hörspielbearbeitung und Regie: Peter Michel Ladiges (Produktion: SWF/WDR 1984) Elaine Carnet, eine Möbelfabrikantin, ist die Treppe hinuntergefallen und hat sich das Genick gebrochen - oder wurde sie gestoßen? Der höhnische Gesichtsausdruck der Toten lässt den Commissaris und seine Mitarbeiter von der Amsterdamer Mordkommission an ein Verbrechen denken, zumal es an Motiven nicht fehlt. Noch verdächtiger als ihr Geschäftspartner ist ihr Ex-Geliebter (Christian Brückner), den alle nur den "blonden Affen" nennen. Er lebt einsam auf einem Hausboot und verhält sich äußerst merkwürdig. Und dann ist da noch Francesco Pullini, ein Italiener, dem Elaine 80.000 Gulden schuldet.

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

1/2: «Das grosse Heft» von Ágota Kristóf Literarisches Hörspiel nach der ungarisch-schweizerischen Schriftstellerin Ágota Kristóf. Zwei unzertrennliche Brüder stählen sich in grausamen Zeiten gegen den Rest der Welt - durch unbedingten Zusammenhalt und die Kraft der Sprache.

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

des Monats Das große Heft Von Agota Kristof Bearbeitung und Regie: Erik Altorfer Mit Libgart Schwarz, Kristof Van Boven Komposition: Martin Schütz Ton und Technik: Franz Baumann Produktion: Deutschlandfunk/HR/SRF 2021 Länge: 113" Hörspiel nach Agota Kristof Bei ihrer Großmutter auf dem Land sind die zwei Brüder der Grausamkeit des Kriegs ungeschützt ausgesetzt. Die Zwillinge erfahren, dass sie sich nur auf sich selbst verlassen können. Ihre Beobachtungen schreiben sie nieder im großen Heft. Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste: "Beunruhigend", "Großartig", "Stark": So lauteten die ersten Kommentare der Jury zu dieser Hörspieladaption von Ágota Kristófs Romanbestseller "Das große Heft". Natürlich bietet ein starker Ausgangstext eine gute Grundlage für eine gelungene akustische Umsetzung. Erik Altorfer hat es aber geschafft gemeinsam mit dem Komponisten Martin Schütz eine atmosphärische Dichte zu kreieren, die das Werk über den Text hinaus zu einem beeindruckenden Hörerlebnis macht. Zwei Brüder werden zu Kriegsbeginn der Obhut der Großmutter übergeben. Es sind Zwillinge, deren Stimmen im Hörspiel von Libgart Schwarz und Kristof van Boven gesprochen werden. Sie erzählen in schonungsloser Genauigkeit und im sachlichen Ton von der Gefühlskälte, Verarmung und Gewalt, der sie von nun an ausgesetzt sind. Die beiden Geschwister beginnen sich an diese Umgebung anzupassen. Sie versuchen sich mental und körperlich abzuhärten, unterrichten sich selbst und legen ein Heft mit allen Erlebnissen an. Für ihr Überleben werden sie zu Dieben, Bettlern, Rächern und Mördern. Lernen aber auch anderen zu helfen und nach eigenen Moralvorstellungen zu handeln. Kristófs unverwechselbarer Schreibstil bleibt im Hörspiel erhalten. Kurze Sätze in einfacher Sprache und größter Direktheit entfalten gemeinsam mit einer klaren Musiksprache einen vielschichtigen Hörraum. Die ruhigen Melodien drängen sich nie vor die beklemmenden Zustandsbeschreibungen einer verrohten Gesellschaft, bleiben jedoch immer präsent und geben den Rhythmus des Stücks vor. Es sind aber vor allem die beiden Stimmen von Schwarz und van Boven, von denen man unweigerlich gefangen wird. Die eindringlichen Berichte in direkter und indirekter Rede, im Duett gesprochene Sätze und Satzwiederholungen wechseln sich mit kunstvoll gesetzten Pausen ab. Besonders diese Momente der Stille verleihen der Brutalität des Gesagten noch mehr Nachdruck. Auch die formale Strenge der Originalvorlage bleibt im Hörspiel erhalten, der dramaturgisch gut strukturierte Text greift kein Wort zu viel und kein Bild zu wenig aus Kristófs Roman heraus. Mit der Hörspielfassung von ,Das große Heft" ist eine perfekte Komposition aus Sprache, Stimmen, Stille und Musik gelungen." Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den zwölf Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES. Das große Heft Hören 113:19Hören 113:19

Samstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 Ohne Limit

Damals im Garten Hörspiel von Jürgen Becker Mit: Gudrun Ritter und Tatja Seibt Regie: Gaby Hartel (Produktion: SWR 2021) Berta und Johanna erinnern sich: An die Familie, den Garten und die kalten, harten Tage nach dem Krieg. Berta sucht Hilfe bei Ihren Fotoalben, Johanna möchte die Bilder am liebsten gar nicht sehen. Im Erinnerungsdialog der Schwestern mischen sich individuelle Rückschau und kollektive Erfahrung. Autor Jürgen Becker greift Themen auf, die schon vielfach beschäftigten: Das Verhältnis von Bild und Sprache, die Konstruktion und Re-Konstruktion von Wirklichkeit, die Frage, was Erinnerung und Identitätsfindung ausmacht. Ein Spannungsverhältnis, das sich für Becker immer auch in der Sprache selbst und im Erzählen festmacht.

Freitag Sonntag